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Gabriel Berger

Gabriel Berger wurde 1944 als Sohn eines aus Nazideutschland geflüchteten jüdischen Kommunisten im französischen Versteck geboren. Sein Vater ging 1948 nach Polen, um dort den Sozialismus aufzubauen. Der polnische Antisemitismus zwang ihn jedoch 1957, seine Teilnahme am sozialistischen Experiment in die DDR zu verlegen. Gabriel Berger besuchte in Leipzig die Oberschule und studierte an der TU Dresden Physik. Danach war er am Zentralinstitut für Kernforschung Rossendorf bei Dresden tätig. Unterm Eindruck des gewaltsamen Endes des Prager Frühlings stellte der junge Physiker 1975 einen Antrag auf Übersiedlung in die Bundesrepublik; 1976 wurde er unter dem Vorwurf der »Staatsverleumdung« verhaftet. Nach einjähriger Haft übersiedelte er nach West-Berlin. Dort arbeitete er zunächst im kerntechnischen Bereich, später als Dozent für Informatik. In den 1980er Jahren studierte er Philosophie und veröffentlichte Beiträge in Zeitungen und im Rundfunk. Heute ist er Rentner und schriftstellerisch tätig.
Die erste illegale Reise durch die Sowjetunion unternahm Gabriel Berger 1971 mit Christian Richter und Harmut Lobeck, beide damals junge Ärzte. Hartmut Lobeck gelang es Mitte der 1970er Jahre, über Bulgarien und Jugoslawien in die Bundesrepublik zu flüchten. Er ist heute Professor für Pathologie an der Potsdamer Universität. Christian Richter wurde Ende der 1970er Jahre unter dem Vorwurf der »Vorbereitung der Republikflucht« verhaftet. Nach anderthalbjähriger Haft übersiedelte er nach West-Berlin. Bis zur Emeritierung war er Amtsarzt in Berlin-Spandau.

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