Romanische Kunst und epische Lebensform  

Romanische Kunst und epische Lebensform

Das Weltgericht von Saint-Foy in Conques-en-Rouergue

ISBN 978-3-931836-84-9

105 Seiten, 24 Abb.
14,8 x 21,0 cm
Broschur

November 2002

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Ausgangspunkt der Untersuchung ist die von Willibald Sauerländer am Beispiel des Tympanons von Conques aufgeworfene Frage, inwieweit für das Verständnis dieser Kunst die Bezeichnung romanisch noch aufschlußreich ist. Die Analyse der Gesamtkomposition und Szenen verdeutlicht, in welchem Maße hier Anliegen der zeitgenössischen Gottesfriedensbewegung bestimmend wurden. Die politische und soziale Brisanz der Thematik wäre demnach aus der besonderen Situation ihres konkreten Entstehungszusammenhangs im Südwesten Frankreichs zu erklären, für den bis ins 11. Jahrhundert das Fehlen einer anerkannten obersten politischen Macht kennzeichnend war. Den Auswüchsen der Feudalanarchie wird das Bild einer alle sozialen Gruppen integrierenden Lebensordnung gegenübergestellt, die exemplarisch qua Pilgerwegung und Reliquienverehrung erfahrbar wird und für die künftig die projektierte Annäherung von Held und Heiligem einsteht.

 

Kunsthistorische Arbeitsblätter: »Ein angewandtes Beispiel kunsthistorischer Methodik.«

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