*  

Die Kunst des Mittelalters in der Mark Brandenburg

Tradition – Transformation – Innovation

ISBN 978-3-86732-010-8
Juni 2008

516 Seiten, 800 Abb.
24,0 x 30,0 cm
1 Beilage
durchgängig vierfarbig. Festeinband mit Schutzumschlag

sofort lieferbar

Reinlesen mit Libraka

Preis 60,00 €

Beitragende

Annett AlversErnst BadstübnerMonika BöningBeate Braun-NiehrMaria DeitersJiri FajtEva FitzDaniela FranzAgnieszka GasiorKarl-Uwe HeußnerJenny HüttenrauchChrista-Maria JeitnerPeter KnüvenerZofia Krzymuska-FafiusTobias KunzLothar LambacherBirgit MalterMara MaroskeMechthild ModersohnMatthias MüllerChristina MütherBirgit Neumann-DietzschJan RaueWinfried SchichTilo SchöfbeckDirk SchumannBenjamin SommerDetlef WittWerner Ziems

Die mittelalterliche Kunst der Mark Brandenburg zeichnet sich durch einen großen Reichtum und durch erstaunliche Vielfalt aus. Bisher stand diese einerseits eigenständige, andererseits durch komplexe Bezüge zu anderen Regionen Mitteleuropas geprägte Kunstlandschaft jedoch eher am Rand der Wahrnehmung. Der vorliegende Band schließt diese Lücke, indem er neueste wissen­schaftliche Erkenntnisse von Forschern verschiedener Universitäten, Denkmal­ämter und Museen aus dem In- und Ausland präsentiert. Fast dreißig Aufsätze befassen sich mit den klassischen Gattungen der bildenden Kunst wie Tafel-, Buch- und Wandmalerei, Skulptur in Holz, Stein und Terrakotta, aber auch mit Textil- und Schatzkunst. Unterschiedliche methodische Ansätze versprechen einen stets innovativen Zugriff auf die Themenstellung.

Die Gliederung des Buches folgt chronologischen Gesichtspunkten. Am Anfang stehen Beiträge, die sich mit der Landesgeschichte und mit der Architekturgeschichte auseinandersetzen, sowie eine Einführung in die Malerei und Skulptur der Region, die die wesentlichen Entwicklungsstränge skizziert. Die folgenden Kapitel gliedern sich in stil- und funktionsgeschichtliche Aspekte. Dabei wird der Bedeutung der Landesherren für die Kunstentwicklung Rechnung getragen. Ausführlich wird die Rolle von äußeren Einflüssen im Zusammenhang mit den in die Mark gerufe­nen Herrscherdynastien der Askanier, Wittelsbacher und Luxemburger thematisiert und die Frage nach dem Beginn einer eigenständigen märkischen Kunstproduktion diskutiert. Kunstwerke wie der Böhmische Altar im Brandenburger Dom erfahren nicht zuletzt durch neue naturwissenschaftliche Datierungsverfahren eine grundlegende Neubewertung.

Im Spätmittelalter kristallisierten sich neben der landesherrlichen Residenz der Hohenzollern Berlin zahlreiche weitere Kulturzentren heraus, die bischöflich oder städtisch sein konnten. Bisher praktisch unbeachtete Beziehungen zu benachbarten Kunstlandschaften wie Schlesien oder Niedersachsen eröffnen neue Perspektiven in der Sichtweise der mitteldeutschen Kunst. Das abschließende Kapitel beschäftigt sich mit dem Weiterleben der mittelalter­lichen Kunstwerke nach der Reformation. In der lutherisch gewordenen Mark gab es keine Bilderstürme, was den bis zum heutigen Tage erhaltenen außer­ordentlichen Reichtum erklärt.

Der Band enthält eine umfangreiche Bibliographie und ein Register.

 

Märkische Allgemeine Zeitung: »Was Überschaubarkeit und Kompetenz betrifft, ist dieses Werk das Beste, was momentan zum Thema zu haben ist. Mittelalter-Experten und Mittelalter-Begeisterte wird es gleichermaßen beglücken. Noch auf lange Sicht. Weil es ein Basisbuch (über vergangene Jahrhunderte) fürs 21. Jahrhundert ist!«

Journal für Kunstgeschichte: »Ein lesenswertes Buch über einen zu Unrecht in großen Teilen eher unbekannten Denkmälerbestand und, mit all seinen Stärken und Schwächen, ein Lehrstück moderner Kunstwissenschaft.«

 

Weitere Informationen

Informationen zu...

...zurück