Amalie von Helvig
     
Detlef Brennecke

Amalie von Helvig

Vom Weimarer Mittwochskränzchen zum Berliner Salon

durchgängig vierfarbig. Festeinband, 250 Seiten, 100 Abb., 225 x 210 mm, teils farbige Abbildungen
1. Auflage, ersch. 6 April 2026
noch nicht erschienen
ISBN 978-3-86732-498-4

Preis ca. 30,– €
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Amalie von Helvig, geborene von Imhoff (1776 – 1831), war das literarische Ziehkind Goethes und Schillers. Für Jean Paul war sie die Dichterin Weimars. Viele Künstler und Gelehrte – darunter Alexander von Humboldt – haben sich um ihre Hand bemüht. Bekannt und befreundet war sie mit zahlreichen Vertretern der geistigen Elite Deutschlands. Geheiratet hat sie einen deutsch-schwedischen Konstrukteur von Kriegsgerät.

Mit ihrem Epos »Die Schwestern von Lesbos« stellte sie die Selbstverständlichkeit einer patriarchalischen Gesellschaftsordnung infrage. Sie folgte ihrem Mann nach Stockholm, ertrug dort aber weder das gesellschaftliche noch das natürliche Klima, kehrte allein nach Deutschland zurück, ließ sich in Heidelberg nieder und scharte einen Kreis von Künstlern und Intellektuellen um sich. Als sie herausfand, dass ihr Mann dabei war, durch seinen bedenkenlosen Umgang mit Geld die Existenz der Familie zu gefährden, reiste sie erneut nach Schweden, brachte die Finanzen in Ordnung und übernahm mit ihrer Schriftstellerei die Rolle der Ernährerin der Familie. Bei ihrem zweiten Aufenthalt kam sie in Uppsala in Kontakt zu den führenden Dichtern des Landes. Nach ihrer Heimkehr – nun nach Berlin – war sie eine rege Vermittlerin zwischen den Kulturen Skandinaviens und Deutschlands. Ihr Salon in der Behrenstraße 23 wurde zu einem internationalen Treffpunkt. Ihre größte Leistung ist die Übersetzung des schwedischen Nationalepos’ »Die Frithiofs-Sage«.

Detlef Brennecke legt mit seinem neuen Buch die erste Biographie dieser erstaunlichen Frau vor – pünktlich zu ihrem 250. Geburtstag!

Detlef Brennecke

Detlef Brennecke

Detlef Brennecke, geboren 1944, wuchs in Berlin-Charlottenburg auf. Nach dem Besuch des humanistischen Goethe-Gymnasiums in Wilmersdorf und des humanistischen Lessing-Gymnasiums in Frankfurt am Main studierte er an der dortigen Johann Wolfgang Goethe-Universität Skandinavistik, Germanistik und Anglistik. 1972 wurde er hier zum Dr. phil. promoviert, 1977 zum Dozenten für Skandinavistik berufen und 1980 zum Professor ernannt. Heute lebt er in München.

Neben seinen akademischen Publikationen und zahlreichen populärwissenschaftlichen Beiträgen, die er in mehr als dreißig Jahren für deutsche Rundfunkanstalten geschrieben hat, veröffentlichte er eine Reihe von Büchern – darunter für den Rowohlt Verlag die Titel »Sven Hedin« (1986; Stockholm 1987), »Fridtjof Nansen« (1990), »Roald Amundsen« (1995) und »Tania Blixen« (1996; Wrocław 1997). 1988 erschien von ihm im Verlag J. H. W. Dietz Nachf. die Monographie »Emil Stumpp. Ein Zeichner seiner Zeit«. In der Reihe Edition Erdmann gab er zwischen 2000 und 2004 einundzwanzig Bände heraus.

Für seine Übertragung von Rolf Edbergs europäischer Kulturgeschichte »… och de seglade ständigt« (dt. »… und sie segelten weiter«) für den Klett-Cotta Verlag wurde er 1988 von der Schwedischen Akademie mit dem Übersetzerpreis der Stiftung »Natur und Kultur« ausgezeichnet.

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