Hilda Monte
»Die Einheit Europas« und andere Schriften
Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus [7]
Festeinband, 495 Seiten, 15 Abb., 170 x 240 mm, Farb- und Schwarzweißabbildungen
1. Auflage, Dezember 2025
sofort lieferbar
ISBN 978-3-86732-482-3
Herausgeber
Andreas Wilkens
Der Band versammelt in Ergänzung zur Biografie Hilda Montes einige ihrer markanten Schriften, die Anfang der 1940er Jahre entstanden.
Nachdem ihr aktiver Widerstand in Berlin schon vor 1933 begonnen hatte, ging Hilda Monte nach der NS-Machtübernahme zunächst ins Exil nach Paris, 1936 nach London. Das Anschreiben gegen die Barbarei war die eine Seite ihres Engagements. Zahlreiche Publikationen, Vorträge und Rundfunkmanuskripte enthalten beständige Warnungen vor dem sicheren Abgrund und sind gleichzeitig drängende Appelle an noch vorhandene Menschlichkeit. Die andere Seite bestand in der Durchführung gefahrvoller Missionen ins NS-Reich, um Bekannten und Freunden in bedrängter Lage zur Seite zu stehen.
Die Auswahl der Schriften, die hier erstmals in deutscher Sprache vorgelegt werden, enthält ihren Entwurf für »Die Einheit Europas« aus dem Jahr 1943. Im deutschen Widerstand sucht er seinesgleichen als ausführliche Begründung der europäischen Einigung in der Nachkriegszeit. Ziel war die Überwindung »des alten Spiels der Souveränität«.
Ihr posthum erschienenes zweites Hauptwerk »Wo die Freiheit zerbrach« erzählt von Spuren des Widerstandes, von geschundenen Menschen in der Diktatur, von der unzerstörbaren Hoffnung auf eine humane Welt. Am 17. April 1945 wurde Hilda Monte an der Grenze Österreich-Liechtenstein erschossen. »Wenn wir fallen, sterben wir so, wie wir gelebt haben«, lässt sie die Erzählerin am Ende ihres Dialog-Romans sagen.
Andreas Wilkens
Geboren 1957 in Hannover. Studium der Geschichte, Germanistik und Politischen Wissenschaften in Freiburg, Köln und Paris. 1989 Promotion in Geschichte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, 2001 Habilitation an der Université Paris III/Sorbonne-Nouvelle. 1990 Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Paris, 1999 Maître de conférences an der Université d’Orléans, 2004 Professor für Zeitgeschichte an der Université de Lorraine/Metz.
Forschungsthemen: die deutsche Frage im Ost-West-Konflikt, politische und wirtschaftliche Geschichte der europäischen Integration und der deutsch-französischen Beziehungen, Aspekte des Widerstandes gegen die NS-Diktatur.


