Andreas Meinecke
Schinkels Netzwerk und seine Entwürfe für Bauten in nichtpreußischen deutschen Bundesstaaten
teilweise vierfarbig. Festeinband, 540 Seiten, 220 Abb., 240 x 300 mm, teils farbige Abbildungen
1. Auflage, ersch. 1 September 2026
noch nicht erschienen
ISBN 978-3-86732-506-6
Der Architekturhistoriker Andreas Meinecke stellt nach umfangreicher Forschung erstmals Karl Friedrich Schinkels berufliches Netzwerk und seine Entwürfe für Bauten in nichtpreußischen deutschen Bundesstaaten in Gänze vor. Dazu gehören Bayern, Hannover, Sachsen, Sachsen-Coburg, Sachsen-Weimar-Eisenach, Hessen-Darmstadt, Frankfurt/Main, Hamburg, Anhalt-Bernburg, Thüringen sowie Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. Die Darstellung konzentriert sich auf die Einzelobjekte in Architektur, Wandmalerei, Grabmalskunst sowie Kunsthandwerk, wobei Entwürfe für Sakral- und Profanbauten im Zeitraum von etwa 1802 bis 1840 herausragen. Die Bauten und Entwürfe werden anhand von 220 Zeichnungen, Skizzen, Plänen, historischen Fotos und Stichen illustriert.
Die Arbeit liefert zudem Erkenntnisse über die erfolgreiche Ausweitung des Schinkelschen Netzwerks und zum Zustandekommen der Aufträge durch Kontakte mit hochrangigen Persönlichkeiten. Dabei wird Schinkels Rolle innerhalb des Kulturtransfers sowie bei der Stärkung der kulturpolitischen Agenda Preußens deutlich. Exkurse zu seinem Verhältnis zu Friedrich Weinbrenner (Baden) und Peter von Nobile (Wien) sowie über Lob und Kritik Wassili Andrejewitsch Schukowskis, des russischen Beraters von Zarin Alexandra Feodorowna (Charlotte von Preußen), und schließlich ein Kapitel über Schinkels Umgang in Berliner Salons umreißen das Panorama seiner gesellschaftlichen Kreise. Ein Register samt ausführlichem Anhang historischer Quellendokumente beschließt den Band.
Andreas Meinecke
Dr. Andreas Meinecke ist Architektur- und Kunsthistoriker, Denkmalpfleger und Denkmalpflegeforscher. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind die Architektur- und Baugeschichte des 17.–20. Jahrhunderts, die Geschichte der Denkmalpflege im 19. Jahrhundert sowie die Entwicklung der historischen Theaterbauten.
Studium der Architektur- und Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald und der Karl-Marx Universität Leipzig, 1992 Promotion zum Thema »Charles Philippe Dieussart (1625–1696) – Architekt, Skulpteur und Theoretiker in Deutschland«. Nach wissenschaftlichem Volontariat in den Staatlichen Museen zu Berlin (Kupferstichkabinett, Skulpturensammlung) berufliche Stationen im Landesamt für Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin und an der BTU Cottbus, Lehrstuhl für Denkmalpflege.
In der architektur- und baugeschichtlichen Forschung wiss. Hauptbearbeiter im Forschungsprojekt »Preußische Denkmalpflege im Kaiserreich. Die Provinz Brandenburg und Berlin 1860–1918« der TU Berlin (2013–18, Prof. Dr. Adrian von Buttlar) und der Humboldt-Universität Berlin, Lehrstuhl für Preußische Geschichte (Prof. Dr. Wolfgang Neugebauer) sowie zuletzt als Projektleiter des DFG-Forschungsprojektes »Schinkels Netzwerk und Entwürfe und Gutachten für Bauten in nichtpreußischen deutschen Bundesstaaten« an der FU Berlin, Kunsthistorisches Institut (2024–25, Prof. Dr. Freigang) und der TU Berlin, Institut für Kunstgeschichte (2020–22, Prof. Dr. Bushart).
Als freiberuflicher Mitarbeiter Herausgabe der Quellenedition zur »Geschichte der preußischen Denkmalpflege 1815–1860« für die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften im Forschungsprojekt »Preußen als Kulturstaat« (Prof. Dr. Wolfgang Neugebauer) und der Quellenedition der Korrespondenz und Gutachten von Ludwig Persius (SPSG, Prof. Dr. Dorgerloh).
Als praktischer Denkmalpfleger Tätigkeiten als Kustos für Denkmalpflege in der Stiftung Preußische Schlösser & Gärten Berlin Brandenburg (SPSG), im Bezirksamt Charlottenburg, Stadtplanungsamt, Untere Denkmalschutzbehörde sowie als Bauforscher für die Stiftung Preußische Schlösser & Gärten Berlin Brandenburg und das Stadtbauamt Potsdam.
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