Joerg Hartwein (Hg.)
Als Stabshelferin in Norwegen
Aus den Feldpostbriefen der Ingeborg Hartwein 1942–1945
Studien und Dokumente zu Alltag, Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus [8]
Festeinband, 200 Seiten, 50 Abb., 158 x 235 mm, Schwarzweißabbildungen
ersch. 1 April 2026
noch nicht erschienen
ISBN 978-3-86732-502-8
Für das Schreiben einer »Geschichte von unten« sind Lebenserinnerungen oder Erhebungen mittels der Oral-History-Methode ebenso unverzichtbare Quellen wie das Auswerten von Tagebüchern und Briefen. Letztere haben den Vorteil, dass sie zeitnah zum Geschehen verfasst wurden und somit nicht späteren Einflüssen unterliegen.
Als eine der wichtigsten Quellen zur Alltagsgeschichte im Zweiten Weltkrieg haben sich Feldpostbriefe erwiesen. Deren Anzahl wird auf 30 bis 40 Milliarden (!) geschätzt. Umso erstaunlicher ist, dass bei etwa 500 000 weiblichen Helferinnen der Wehrmacht nur einige wenige dieser Briefe für die Wissenschaft zur Verfügung stehen.
Bei der vorliegenden Edition handelt es sich um die Wiedergabe eines Kriegstagebuchs sowie um relevante Auszüge aus mehr als 200 Feldpostbriefen einer in Nordnorwegen eingesetzten Stabshelferin an ihre Mutter. Sie vermitteln ein eindrucksvolles Bild des Alltags einer jungen Frau in einer Region, in der kriegerische Aktionen nur am Rande stattfanden. Darüber hinaus liefern das Briefkonvolut sowie das dokumentarische Bildmaterial einen beachtenswerten Beitrag zur Frauengeschichte im Zweiten Weltkrieg.
Die Quintessenz dieser Briefe wird im Kontext der – recht spärlichen – Quellenlage diskutiert. Es scheint sich herauszukristallisieren, dass Feldpostbriefe weiblicher Wehrmachtangehöriger als historisches Quellenmaterial eine Entität sui generis darstellen.
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