Therkel Stræde
Diese unglücklichen, verfolgten Menschen
Hilfe für verfolgte Juden im deutsch besetzten Dänemark 1940–1945
Stille Helden – Widerstand gegen die Judenverfolgung in Europa 1933–1945
Festeinband mit Schutzumschlag, 300 Seiten, 170 x 240 mm, zahlreiche teils farbige Abbildungen
1. Auflage, ersch. 1 November 2026
noch nicht erschienen
ISBN 978-3-86732-485-4
Der Skipper Gunnar Flyvbjerg lag mit seinem Segelschiff im Fischereihafen Gilleleje, als ihm plötzlich eine Gruppe jüdischer Männer, Frauen und Kinder entgegeneilte. Spontan fasste der Achtundzwanzigjährige den Entschluss, trotz stürmischer See mit den Flüchtlingen abzulegen. Die Flucht gelang, er konnte 187 verfolgte Menschen ins neutrale Schweden bringen.
In der Geschichte der nationalsozialistischen Judenverfolgung im deutsch besetzten Europa stellt Dänemark eine Ausnahme dar. Nach der Besetzung durch die deutsche Wehrmacht 1940 blieb die jüdische Minderheit zunächst von der Verfolgung verschont. Von der Besatzungsmacht als souveräner, neutraler Staat anerkannt, konnte das Land seine Verwaltung und die demokratischen Institutionen erhalten und verweigerte sich erfolgreich der Einführung einer antijüdischen Gesetzgebung. Als die Besatzungsmacht im Herbst 1943 schließlich die Deportation der jüdischen Bevölkerung anordnete, trug die dänische Zivilgesellschaft dazu bei, dass die große Mehrheit der Verfolgten in einer illegalen Evakuierungsaktion über den Öresund nach Schweden entkommen konnte. 7600 Verfolgte erreichten Schweden, 470 wurden in das Ghetto Theresienstadt verschleppt, 116 überlebten nicht.
Dieser Band enthält beispielhafte Flucht- und Rettungsgeschichten, stellt bedeutende Rettungsnetzwerke dar und versucht, die teilweise widersprüchlichen Motive derjenigen zu analysieren, die im Oktober 1943 Jüdinnen und Juden halfen.
Weitere Titel der Reihe
- Albanien, wir überlebten dank deiner Menschlichkeit
- Das war doch jenseits jeder menschlichen Vorstellungskraft
- Der Wald war ein letzter Ausweg
- Die Last der Angst
- Eine Atmosphäre von Hoffnung und Zuversicht
- Ich gebe zu, dass mir manchmal die Hände zitterten
- Ich habe das getan, weil ich es einfach tun musste
- Kann ein Mensch dabei untätig bleiben?
- Rettung kennt keine Konventionen
- Sie wollten mich umbringen, dazu mussten sie mich erst haben
- Von der Unmöglichkeit, die richtige Entscheidung zu treffen
- Wir hätten es nicht ausgehalten, dass die Leute neben uns umgebracht werden
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