Schloss Pfaueninsel zwischen Rekonstruktion und Konservierung
     
Thomas Drachenberg (Hg.)

Schloss Pfaueninsel zwischen Rekonstruktion und Konservierung

Beiträge des 18. Konservierungswissenschaftlichen Kolloquiums in Berlin/Brandenburg am 27. und 28. März 2026 an der Fachhochschule Potsdam und im Schloss auf der Pfaueninsel

Arbeitshefte des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums [71]

durchgängig vierfarbig. Festeinband, 280 Seiten, 250 Abb., 210 x 297 mm, meist farbige Abbildungen
1. Auflage, ersch. 1 April 2026
noch nicht erschienen
ISBN 978-3-86732-497-7

Preis ca. 30,– €
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Zusammengestellt von
Ute Joksch

Das Sommerschlösschen auf der Pfaueninsel ist eines der bedeutendsten unter den zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Häusern der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Es wurde 1794 bis 1795 vom Hofzimmermeister Johann Gottlieb Brendel für Friedrich Wilhelm II. von Preußen (1744–1797) errichtet. Für die frühklassizistische Innenausstattung zeichnete Wilhelmine von Lichtenau (1753–1820) verantwortlich, frühere Mätresse des Königs und nun seine engste Vertraute. Aber auch auf das äußere Erscheinungsbild des Schlosses hatte sie erheblichen Einfluss.

Die Holzverschalung des Fachwerkbaus musste wiederholt instandgesetzt und auch erneuert werden. Die kunstvoll gestalteten Räume der Erbauungszeit, die Textil- und Papiertapeten, die Boiserien, Lambris und Tafelparkette, die Wand- und Deckenmalereien sowie die prächtige Inneneinrichtung sind hingegen nahezu vollständig erhalten geblieben.

Ermöglicht durch das vom Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg finanzierte Sonder­investitionsprogramm II, begann die SPSG im Herbst 2017 mit einem interdisziplinären Team die Planung, Gesamtsanierung und Restaurierung des Schlosses. Die äußere Holzverschalung musste vollständig rekonstruiert werden, die Innenräume wurden aufwendig konserviert. Das Buch widmet sich den damit verbundenen Fragen und Aufgaben. Sein Themenspektrum reicht von neuen Erkenntnissen zur kunsthistorischen Einordnung und Bauforschung über die innovative Maßnahmenplanung und Rekonstruktion der speziellen äußeren Holzverschalung bis hin zu vielfältigen Analyse- und Restaurierungsmethoden bei der Innenausstattung. So kann es mit überraschenden Ergebnissen der Instandsetzung sowie der kunst-, restaurierungs- und naturwissenschaftlichen Forschung aufwarten.

Thomas Drachenberg

Thomas Drachenberg

Dr. phil.; geb. 1962, 1984–89 Studium der Kunstgeschichte an der HU Berlin, seit 1989 Gebietsreferent in der Praktischen Denkmalpflege im Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und seit 2003 Abteilungsleiter, seit 2012 Landeskonservator; 1997 Promotion an der FU Berlin zur Baugeschichte der Stadt Luckenwalde von 1918 bis 1933; Lehraufträge an der TU (Masterstudiengang Denkmalpflege) und an der FU Berlin; zahlreiche Veröffentlichungen zur Denkmalpflege in Brandenburg.
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