Geschichte

 

Almut Andreae / Udo Geiseler (Hg.):

Die Herrenhäuser des Havellandes

Eine Dokumentation ihrer Geschichte bis in die Gegenwart

Hardcover, 396 Seiten, ca. 500 farbige und Schwarzweißabbildungen
2001      ISBN 3-931836-59-2    DM 49,80

Kurztext:
Das eigentliche Markenzeichen der Mark Brandenburg sind ihre Herrenhäuser. Wie ein dichtes Netz haben sich seit dem Mittelalter die Wohnsitze zahlloser Rittergutsbesitzer über das Land gelegt. Das Buch untersucht und dokumentiert in übergreifenden Aufsätzen und großzügig bebilderten Einzelmonographien die Geschichte der erhaltenen, aber teilweise auch verlorenen Rittergüter und Herrenhäuser in den Kreisgrenzen des heutigen Havellandes. Es handelt sich um die erste umfassende historische, bau- und kunstgeschichtliche sowie familiengenealogische Bestandsaufnahme dieses bedeutenden brandenburgischen Kulturerbes.

Langtext:
Begonnen hatte d
ie Arbeit im Rahmen eines vom Arbeitsamt und dem Europäischen Sozialfonds geförderten Forschungsprojekts zu den Schlössern und Herrenhäusern im Land Brandenburg. Architekten, Kunsthistoriker, Bauingenieure, Schriftsteller, Graphiker, Photographen und Historiker zogen aus, Spuren zu sichern, und erstellten eine umfassende Dokumentation.
Almut Andreae und Udo Geiseler waren mit einer achtköpfigen Gruppe im Havelland unterwegs. Nachdem die Projektfinanzierung ausgelaufen war, machten die beiden allein weiter und aus den zahlreichen Autorenbeiträgen ein Gesamtwerk. Außerdem warben sie um Unterstützung. Die Landesregierung als Fördermittelgeber, die Mittelbrandenburgische Sparkasse und weitere Spender beteiligten sich an den Druckkosten.
Im vorliegenden Buch sind 79 havelländische Herrenhäuser in 63 Ortsmonographien katalogisiert. Sie werden mit ihrer Baugeschichte, den Schicksalen der Bewohner und ihrer Nutzung bis in die Gegenwart vorgestellt. Die Autoren schlagen um die Zeit nach 1945 keinen Bogen, legen dabei aber Wert auf eine Situationsbeschreibung ohne Polemik.
Vom Patronatswesen und der Rolle der Dorfkirchen bei der Inszenierung von Herrschaft sowie von den Parkanlagen ist ausführlich in den beiden Fachaufsätzen die Rede, die den Katalog flankieren. Ein weiterer Beitrag diskutiert die Eingrenzung des Herrenhausbegriffs. Dem Buch vorangestellt sind zwei einführende Texte zur Geschichte und Kunstgeschichte der Herrenhäuser, die zugleich einen Überblick über den Bestand vermitteln.
Im Anhang findet man u.a. eine tabellarische Übersicht, mit deren Hilfe ein schnelle Orientierung hinsichtlich der wichtigsten Bauphasen der erfaßten Herrenhäuser sowie der Geschichte der Nachkriegszeit bis hin zur aktuellen Nutzung möglich ist.
Von den beschriebenen 79 Häusern sind rund zwei Drittel erhalten, einige freilich in sehr schlechtem Bauzustand. Abrisse gab es infolge von Kriegszerstörungen, in den 1950er und noch einmal in den 1970er Jahren. Auch nach der Wende sind vereinzelt Häuser »verschwunden«, etwa weil eine Sanierung zu aufwendig schien. Das Buch ist ein Appell für den Erhalt aller brandenburgischen Herrenhäuser: Sie prägen das Bild einer Gemeinde, schaffen Identifikation und beleben den Tourismus.

Titelei und Einleitung (PDF)

Pressestimmen


Matthias Friske:

Die mittelalterlichen Kirchen auf dem Barnim

Geschichte – Architektur – Ausstattung
(= Kirchen im ländlichen Raum, Bd, 1)

Broschur, 519 Seiten, 86 Schwarzweißabbildungen, 22 Karten
2001      ISBN 3-931836-67-3    DM 68,–

Die Kirchen auf dem Barnim sind eher gering erforscht; bislang gab es keine umfassende Untersuchung. Matthias Friske unternahm nun erstmals den Versuch, sämtliche Sakralbauten, die in ihrer Bausubstanz als mittelalterlich anzusprechen sind, in einem Katalog zu erfassen und zu analysieren. Dies schloß auch Gebäude wie Hospitalkapellen ein, so daß weit über 100 Kirchengebäude reichhaltiges Material zur Auswertung boten. Zudem zeigte sich im Verlauf der Recherche, daß etliche abgegangene Kirchen archäologisch oder schriftlich rekonstruierbar sind. Auch sie wurden in den alphabetisch gegliederten Katalogteil aufgenommen. Einen besonderen Schwerpunkt bildete dabei die Phase der deutschen Besiedlung des Barnim. Dendrochronologische Ergebnisse ermöglichten teilweise völlig neue Einblicke in die Geschichte dieser brandenburgischen Region.
Dem umfangreichen Katalog schließt sich eine Auswertung an, wo die Einzelbeobachtungen für Baumaterial, Bauteile usw. und die einzelnen Ausstattungsstücke zusammengefaßt werden.

Hinweis:
Mit diesem Band wird eine neue wissenschaftliche Studienreihe im Lukas Verlag begründet. Die von Bernd Janowski, Thomas Raschke und Dirk Schumann in loser Folge herausgegebenen Titel über »Kirchen im ländlichen Raum« werden Tagungsbände, Dissertationen sowie freie Arbeiten präsentieren.

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (PDF)


Rolf Gerlach:

Zepernick b. Berlin

Das Domdorf im Spiegel alter Akten

Broschur, 435 Seiten, einige Schwarzweißabbildungen
2001      ISBN 3-931836-59-2    DM 39,80

Anhand vieler bisher unbekannter und unveröffentlichter Quellen erzählt Rolf Gerlach die Geschichte des Dorfes Zepernick, das fast 400 Jahre lang dem Berliner Dom als Patron und Lehnsherren gehörte. Gerlachs Texte sind Lesebuch, Arbeitsprotokoll und Dokumentation zugleich. Kein Winkel des Winkelanger-Dorfes, kein Aspekt des Alltagslebens bleibt in seiner Untersuchung ausgespart. Sowohl faktenorientiertes Interesse als auch Neugier auf authentisches Flair vergangener Zeiten wird hier mit wahren Schätzen belohnt. Der Längsschnitt durch eine vielhundertjährige Dorfgeschichte vor der feudalen hohenzollernschen bzw. preußischen Staatskulisse bietet bemerkenswerte Einsichten in eine nur vermeintlich »heile Welt«.

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe (PDF)

Eine öffentliche Buchvorstellung findet am 22. Juli 2001 um 17 Uhr in der Evangelischen Kirche St. Annen in Zepernick statt.


Ein festungsturm in Angesicht des FeindesClemens Bergstedt:

»Ein Festungsturm im Angesicht des Feindes«

Zur Frühgeschichte des Bistums Havelberg

Broschur, 102 Seiten mit 35 Schwarzweißabbildungen
2000      ISBN 3-931836-48-7    DM 19,80

Das Bistum Havelberg war nicht nur eine kirchliche Institution, sondern auch ein weltliches Fürstentum. Das weltliche Herrschaftsgebiet der Havelberger Kirche lag vor allem im Landstrich zwischen Elbe, Elde und Dosse, der seit der Mitte des 14. Jahrhunderts Prignitz genannt wird. Von der Macht des Bistums zeugen dort die mächtigen Kirchenbauten in Havelberg und Wilsnack sowie Wehranlagen wie die Plattenburg oder die Burg in Wittstock.
Das vorliegende Buch unternimmt den Versuch, eine heutigen Ansprüchen genügende Darstellung der Geschichte des Havelberger Bistums von seiner Gründung im 10. Jahrhundert bis zum Ende des 13. Jahrhunderts zu liefern. Unter Einbeziehung neuer Forschungsergebnisse wird die dreihundertjährige Entwicklung des Bistums als Wechselspiel zwischen Reichs-, Landes- und Regionalgeschichte beschrieben.
Besondere Aufmerksamkeit schenkt der Autor der zumeist vernachlässigten Geschichte des Havelberger Hochstifts. Dabei werden in allgemeinverständlicher Diktion auch dessen ganz neue Thesen – so zur Gründung des Bistums oder zur Herrschaftsbildung in der Prignitz – vorgetragen.

Besprechungen

Inhaltsverzeichnis und Vorwort (PDF)



Dieter Pötschke (Hg.):Rolande, Kaiser und Recht

Rolande, Kaiser und Recht

Zur Rechtsgeschichte des Harzraums und seiner Umgebung
Band XI der Harz-Forschungen (= Forschungen und Quellen zur Geschichte des Harzgebietes)

Broschur, 307 Seiten mit 76 Schwarzweißabbildungen
1999      ISBN 3-931836-30-4    DM 48,–

Mit Beiträgen von: Dieter Pötschke, Dietlinde Munzel-Everling, Gudrun Wittek, Hans Schwachenwalde, Werner Peters, Ruth Schmidt-Wiegand, H.-Jürgen Feuerstake, Günther Frohne
Mit Beiträgen zu: Kaiser, Recht und Sage – Rolande und ihre rechtliche Bedeutung – Im Harzraum und seiner Umgebung entstandene Rechtsbücher – Computer als Hilfsmittel für die Rechtsbuch- und Rolandforschung

Seit 24 Jahren ist kein Band der Harz-Forschungen mehr erschienen. Nunmehr wird von der neugegründeten Fachkommision des Harz-Vereins »Rechtsgeschichte des Harzraumes und seiner Umgebung« der 11. Band dieser Reihe vorgelegt. Er vereint die Beiträge der konstituierenden Tagung der Fachkommision (1997) in Ilsenburg sowie unveröffentlichte Beiträge aus den früheren wissenschaftlichen Tagungen »Roland und Recht im Mittelalter und früher Neuzeit«.
Auch wenn die Rechtsgeschichte des Harzraumes der Anlaß für den Band war, so geht er in seinem wissenschaftlichen Anspruch weit über den Harzraum hinaus, denn das Recht im Mittelalter kannte keine Landesgrenzen. Rolande wie in Stendal, Halberstadt, Quedlinburg, Zerbst, Nordhausen, Questenberg und Neustadt unterm Hohnstein erfreuen sich seit Jahrhunderten großer Verehrung. Dabei bietet die bisher ungeklärte rechtliche Bedeutung der Rolande einen Anlaß, sich eingehender mit der Rechtsgeschichte des Mittelalters zu befassen. So wird hier der Bogen vom bedeutendsten deutschen Rechtsbuch, dem Sachsenspiegel, und seinen Bilderhandschriften über die Rolande, insbesondere die der heutigen Länder Sachsen-Anhalt und Brandenburg, bis hin zur Glosse des Sachsenspiegels und dem kleinen Kaiserrecht gespannt. Ausführlich wird die jüngste Theorie, Rolande seien Symbole des Kaiserrechts, diskutiert.

Inhaltsverzeichnis und Einleitung (PDF) 

Besprechungen


Folgender Fortsetzungsband der Harz-Forschungen ist zwar nicht im Lukas Verlag erschienen, sondern im Selbstverlag des Harz-Vereins, kann aber trotzdem über uns bezogen werden. Bitte senden Sie dafür eine entsprechende E-Mail mit Angabe der Versandadresse:

Christof Römer (Hg.Anhaltischer Harz)

Anhaltischer Harz

Profile und Kultur einer historischen Landschaft
Band XII der Harz-Forschungen (Forschungen und Quellen zur Geschichte des Harzgebietes)

Broschur, 152 Seiten mit zahlreichen Schwarzweißabbildungen
2000      ISSN 0073-0882    DM 30,–

Mit Beiträgen von: Karlheinz Börner, Christian Giggel, Wolfram Kaiser, Horst Lange, Paul Marcus, Eberhard Nier, Christof Römer, Gerlinde Schlenker, Berthold Schmidt, Hans Schöner
Mit Beiträgen zu: Geschichte des anhaltischen Harzes im Überblick – Besiedlung des Unterharzes in frühgeschichtlicher Zeit und im Mittelalter – Reichspolitik und territoriale Entwicklung der frühen Askanier im anhaltischen Harz – Die Burgen in Aschersleben – Burgen im anhaltischen Harz – Mittelalterliche Klöster im westlichen Anhalt, v.a. Ballenstedt – Residenzstadt Harzgerode – Residenzstadt Ballenstedt im 18./19. Jahrhundert – Alexisbad und das Bäderwesen im anhaltischen Harz – Wilhelm von Kügelgen als Hofmaler und Kammerherr in Ballenstedt


H.-H. Hillegeist, W. Ließmann (Hg.):

Technologietransfer und Auswanderungen im Umfeld des Harzer Montanwesens

Band XIII der Harz-Forschungen (Forschungen und Quellen zur Geschichte des Harzgebietes)

Broschur, 162 Seiten mit ca. 60 Schwarzweißabbildungen
2001      ISBN 3-931836-56-8    DM 38,–

Mit dem Band 13 der »Forschungen und Quellen zur Geschichte des Harzgebietes« werden die zum Teil überarbeiteten Referate der 8. montanhistorischen Arbeitstagung des Harzvereins e.V. veröffentlicht, die am 7. Oktober 2000 in Sankt Andreasberg stattfand. Im Mittelpunkt dieser öffentlichen Veranstaltung standen die Themen »Technologietransfer« und »Auswanderungen« im Umfeld des Harzer Montanwesens. Der erste Block befaßt sich mit dem Austausch von Innovationen und technischem Know-how zwischen dem Harz und anderen europäischen, darunter skandinavischen Montanzentren seit dem 16. Jahrhundert. Im Komplex »Auswanderungen« wird ein Bogen gespannt vom »Verlaufen« der Bergleute infolge nachlassender Grubenerträge im 16. Jahrhundert bis hin zur staatlich organisierten Massenauswanderung nach Australien Mitte des 19. Jahrhunderts.

Titelei und Inhalt (PDF)


Weiterhin können vom Lukas Verlag neuerdings folgende Hefte der vom Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde herausgegebenen »Harz-Zeitschrift« (ISSN 0073-0882) bezogen werden; bitte senden Sie eine entsprechende E-Mail mit Angabe der Versandadresse:

45. Jahrgang 1993 (Teil I: Grafschaft und Fürstentum Blankenburg im Mittelalter und früher Neuzeit)
120 Seiten, zahlreiche s/w Abbildungen
Bereits erschienen (1993)    DM 30,–

45. Jahrgang 1993 (Teil II: Der heilige Gangolf im Raum um den Harz und die Zeit der Sachsenkriege Karls des Großen)
56 Seiten, zahlreiche s/w Abbildungen
Bereits erschienen (1993, 2. Aufl. 2000)    DM 20,–

46./47. Jahrgang 1994/95
232 Seiten, zahlreiche s/w Abbildungen, 1 farbige Beilage
Bereits erschienen (1996)    DM 50,–

48./49. Jahrgang 1996/97
240 Seiten, zahlreiche Schwarzweißabbildungen
Bereits erschienen (1998)    DM 50,–

Ab dieser aktuellen Nummer können die Hefte auch ganz normal über unsere Online-Buchhandlung (Bestellbotton) oder über das reguläre Sortiment bezogen werden:
50./51. Jahrgang 1998/99
ISBN 3–931836–50–9
ca. 360 Seiten, zahlreiche Schwarzweißabbildungen
Bereits erschienen (2000)     DM 50,–

Mit diesem Jubiläumsband soll wieder ein »normaler« Band der Harz-Zeitschrift des Harz-Vereins vorgelegt werden – ein Band mit Aufsätzen, kleinen Beiträgen, Berichten, Rezensionen und einer Literaturschau. Es hat sich gezeigt, daß Sonderbände, die an die Stelle der »normalen« Zeitschriftenbände treten, der gemeinsamen wissenschaftlichen Arbeit eines Vereins nur bedingt dienlich sind.
Die Sonderbände werden fortan im Rahmen der wieder aktivierten Harz-Forschungen erscheinen, von denen 1999 bzw. 2000 die Bände 11 (Rolande, Kaiser und Recht) und 12 (Anhaltischer Harz) herauskamen. Für 2001 ist Band 13 (
Technologietransfer und Auswanderungen im Umfeld des Harzer Montanwesens) geplant