Seite 1 von 2 DER VERLAG Der Lukas Verlag besteht seit Anfang 1996. Er hat sich als kultur- und zeitgeschichtlich ausgerichteter Wissenschafts- und Sachbuchverlag im Laufe der Jahre einen guten Ruf in Fachkreisen, aber auch beim allgemeinen Publikum erarbeitet. Alle Bücher sind sorgfältig ediert: Beginnend beim Lektorat über Satz und Umschlaggestaltung bis hin zu Vertrieb und Werbung werden hohe Maßstäbe angesetzt. Der inhaltliche Anspruch der Bücher korrespondiert mit einer vernünftigen, gediegenen Ausstattung. Dennoch wird angestrebt, die Titel zu akzeptablen Preisen abgeben zu können. Bei Interesse prüfen wir gern Ihre Arbeit, ob sie unser Programm zu ergänzen oder zu erweitern vermag. Der Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte ist nicht identisch mit dem erst 1997 gegründeten Lukas-Verlag im schweizerischen Gossau (Postfach 903, CH-9201 Gossau, Tel.+Fax 0041-71-3854227) und hat auch nichts mit dem Verlag Lukas & Sternberg aus New York zu tun.
Wichtige Information für unsere AutorenSeitdem die Diskussion um die »alte« und »neue« Rechtschreibung offenbar abgeschlossen ist (aber so gut wie keine sinnvollen Ergebnisse gebracht hat) und sogar die wichtigste deutsche Zeitung, die F.A.Z., ihren Widerstand aufgegeben hat, verwenden auch wir zähneknirschend die »neue« Rechtschreibung und Interpunktion nach den Regeln der 25. Auflage des Dudens. In Zweifelsfällen wählen wir freilich mit guten Gründen strikt die »konservative« Möglichkeit. Sie können hier die aktuellen Richtlinien zur Manuskriptgestaltung für die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Büchern und Beiträgen im Lukas Verlags als PDF-Datei herunterladen.
Praktika, VolontariateVolontariate, Praktika oder Lehrstellen können wir auf absehbare Zeit leider nicht anbieten.
Gedrucktes Programm, NewsletterZwar sind die Informationen über das lieferbare und geplante Verlagsprogramm naturgemäß auf unseren Internetseiten am aktuellesten. Wir senden Ihnen auf Anfrage aber auch gern unser gedrucktes Gesamtverzeichnis und die jeweils gültige Titelvorschau per Post zu. Sie können sich beide hier auch selbst als PDF-Datei herunterladen, was den Vorteil hat, dass manche Fehler der Printversion bereits korrigiert worden sind. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen, sich in den Newsletter einzutragen, so dass wir Sie bequem per Mail auf dem laufenden halten können. Sie müssen nicht befürchten, dass wir Sie andauernd mit digitaler Post bombardieren. Falls Sie dennoch von uns nicht mehr belästigt werden möchten, können Sie sich ebenso leicht auch wieder austragen.
Der VerlegerFrank Böttcher wurde 1960 in Lutherstadt Wittenberg geboren und wuchs dort auf. Nach dem Studium von 1981 bis 1985 an der Humboldt-Universität war er Diplomlehrer für Kunsterziehung und Deutsch, ohne jedoch anschließend je in der sozialistischen Volksbildung tätig gewesen zu sein. Statt dessen promovierte er 1988 an der Universität Greifswald über den Maler und Graphiker Max Lingner; daran schloss sich eine wissenschaftliche Assistenz ebenfalls in Greifswald an. Dass er die akademische Laufbahn bereits um 1990 – mitten in den »Wendewirren« – aus eigenem Antrieb beendete, lag nicht an den politischen Veränderungen im Lande, die er strikt begrüßte, sondern an Böttchers Wunsch, künftig praktischeren, irdischeren Tätigkeiten nachzugehen. Außerdem musste er sich als alleinerziehender Vater um seine Tochter kümmern. Unter anderem schrieb Frank Böttcher damals Kunstkritiken für den Tagesspiegel und andere Zeitungen, erledigte für ein Architekturbüro architekturhistorische Recherchen – und fing 1991 in dem kleinen Kreuzberger Verlag Schelzky & Jeep an. Dort lernte er nicht nur das Büchermachen von der Pike auf, sondern auch – Böttcher kam aus dem Osten –, was eine Mehrwertsteuer ist, wie man MS-DOS-basierte Computer beherrscht und wie Buchhandel und Vertrieb und Pressearbeit funktionieren. Außerdem brachte er bei Schelzky & Jeep seinen halben Freundes- und Bekanntenkreis als Autoren unter.
Spätestens ab 2002 war das alles nicht mehr allein zu bewältigen; damals stieß Ben Bauer als Mitarbeiter hinzu. 2006/07 wurde der Verlag weiblicher, denn nun übernahm Susanne Werner diesen Arbeitsplatz. 2004 geriet der Lukas Verlag in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten. Ein Jahr später wurde er aus der Misere errettet, weil damals Günter Jauch das Buch »Emmi Bonhoeffer. Gespräch, Essay, Erinnerung« in der damals noch existierenden Sendung Elke Heidenreichs »ZDF-Lesen!« dem Publikum empfahl – die Folge war ein sensationeller 5. Platz auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Nach einem etwa halbjährigen Ausnahmezustand kehrte freilich bald wieder Normalität ins Geschäft zurück. Halb freiwillig, halb unfreiwillig gehört das Unternehmen weiterhin zu den ziemlich kleinen im Lande – und wird doch von vielen Menschen überaus geschätzt. Frank Böttcher ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.
Zwei Pressebeiträge: Frank Kallensee in der »Märkischen Allgemeinen Zeitung« vom 29./30.1.2005 Uwe Stiehler in den »Brandenburger Blättern« der Märkischen Oderzeitung vom 7.8.2009
Ein paar Bilder aus der Verlagsgeschichte |

1995 kam der Punkt, an dem Frank Böttcher der Meinung war, er könne das alles künftig auch in eigener Verantwortung tun, und meldete am 1. Dezember den nach seinem Sohn benannten Lukas Verlag beim Gewerbeamt an. Bis 1999 waren Verlagsort und Wohnung identisch. Im Frühjahr 1996 erschienen die ersten zwei Bücher: eine komplexe Hegel-Exegese von Gustav Falke und der u.a. von Dirk Schumann herausgegebene erste Band einer inzwischen dreißigbändigen Studienreihe zur Geschichte, Kunst und Kultur der Zisterzienser. Diese inhaltliche Bandbreite ist bis zum heutigen Tag, an dem mittlerweile über 250 Titel erschienen sind, mehr oder weniger beibehalten worden. Der Lukas Verlag hat sowohl Kunstgeschichte als auch Zeitgeschichte im Programm, widmet sich Studien zu Germanistik, Philosophie oder Musik, aber ebenso dem Umgang mit historischen Fenstern in Baudenkmalen, befasst sich immer wieder mit dem Mittelalter und gleichermaßen mit der NS-Zeit oder dem Leben in der DDR. Manche Bücher sind äußerst speziell und hochwissenschaftlich, andere bei aller Solidität recht publikumsfreundlich. Besonderes Renommee hat er sich auf den Gebieten der Kulturgeschichte Brandenburgs sowie des Widerstands gegen die Nazidiktatur erarbeitet.
