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Richard Wagner

Nachdenken über sein "Gewebe"

ISBN 978-3-931836-36-8
Januar 2001

386 Seiten
23,5 x 15,8 cm
170 Notenbeispiele
Broschur

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Den Auftrag zu diesem Buch hatte der Deutsche Verlag für Musik in Leipzig im Jahre 1983 gegeben, unmittelbar vor dem internationalen Wagner-Kolloquium in der DDR. Die einzelnen Kapitel entstanden im Sommer und Herbst 1986, Vorarbeiten dazu seit dem Ende der siebziger Jahre. Im Frühsommer 1988 wurde dann das Manuskript abgegeben; im Frühjahr 1990 sollte es gedruckt werden. Das Geschehen der Wende machte dies unmöglich. Nunmehr, dreizehn Jahre nach der Niederschrift der Kapitel, bot sich der Lukas Verlag an: Sein Mut galt dem Verfasser als Ermutigung, und vor die Entscheidung gestellt, ob er den Text überarbeitet oder unverändert drucken läßt, entschied er sich für das letztere.

Der Leser hat es daher mit einem »historischen« Text im doppelten Sinn zu tun: Zum einen enthält er, was Gerd Rienäcker - einer der namhaftesten und nachhaltigsten Musikwissenschaftler in der DDR - damals über Wagners musikalisch-dramaturgische Prinzipien und über Bayreuth wichtig war. Zum anderen spricht das Buch verdeckt über den Staat, in dem es entstanden ist: in seiner Analyse institutioneller Errungenschaften und Gebrechen (Bayreuth) oder in den Versuchen über Wagners Figuren, die manchen Akteuren des verschwundenen Landes ähnlich sehen.

Opernwelt: »Ein schwieriges, dennoch eminent lesenswertes, zum Widerspruch wie zur Bestätigung reizendes und sogar - auf hohem Niveau - unterhaltsames Buch.«

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