Zwischen Pflicht und Freiheit
     

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Francisca Drechsler

Zwischen Pflicht und Freiheit

Lebenswege in der DDR

Studien zur brandenburgischen und vergleichenden Landesgeschichte [23]

Klappenbroschur, 370 Seiten, 103 Abb., 158 x 235 mm, Schwarzweißabbildungen
August 2019
sofort lieferbar
ISBN 978-3-86732-325-3

Preis 24,90 €
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Herausgeber Brandenburgische Historische Kommission e.V., Brandenburgisches Landeshauptarchiv / Mit einem Vorwort von
Burghard Ciesla

In diesem Buch, das den Auftakt einer biografischen Reihe bildet, kommen Personen zu Wort, die in der DDR dafür sorgten, dass der Staat nach innen und nach außen funktionierte. Solche Lebensberichte von Führungskräften und Experten aus der »zweiten Reihe«, von »Funktionseliten«, werden leider eher selten veröffentlicht. Dabei sind es die konkreten Biografien ihrer Menschen, die uns besser als Akten und Analysen ermöglichen, eine frühere Gesellschaft mit all ihren heterogenen Lebenswelten zu begreifen.

Vorgestellt werden die Erinnerungen von Dietrich Lemke (Außenhändler und Stellvertreter des letzten Außenhandelsministers der DDR), Donat Ciesla (Außenhändler), Horst Lyr (emeritierter Biologe und Botaniker) sowie Bernd Wefelmeyer (Komponist, Arrangeur und Dirigent). Sie beruhen auf narrativen Interviews, in denen sich die Protagonisten an Stationen, Begegnungen und Entscheidungen in ihrem Leben erinnern. Sie erzählen von sich und versuchen zu erklären, warum sie sich – mitunter widerstrebend – an verordnete Spielregeln hielten. Der Vergleich dieser Lebensberichte im selben Land zur selben Zeit, doch an unterschiedlichen Orten offenbart Muster und ermöglicht den Blick in eine inzwischen verschüttete Vergangenheit.

 

Francisca Drechsler
© Bernd Brundert

Francisca Drechsler

Francisca Drechsler wurde 1969 als zweites Kind der Musik- und Kunstpädagogin Petra (geb. Schulze) und des freiberuflichen Malers, Grafikers und Skulpteurs Klaus Drechsler in Dresden geboren und wuchs am Elbhang in Wachwitz auf. Die Lebensgemeinschaft mit dem Songwriter Norbert Leisegang führte sie 1994 zuerst nach Berlin und später nach Potsdam.

In ihrem Studium (1995–2000) an der Fachhochschule Potsdam, Fachbereich Sozialwesen, widmete sie sich u.a. dem zweijährigen Biografieforschungsprojekt »Sozio-geografische Erkundung von Lebenswegen« des Sozialmediziners Prof. Dr. med. Peter Stolz, schrieb ihre Diplomarbeit über Erinnern als Grundlage und Erzählen als eine Form der Biografie- bzw. Identitätsdarstellung. Erkenntnisse sowie Erfahrungen aus jener Zeit in Verbindung mit praktischer Arbeit veranlassten sie 2010 zur Gründung ihres Biografienateliers in Potsdam.

Mit dem Zeithistoriker Dr. habil. Burghard Ciesla startete sie 2012 die Porträtreihe über Angehörige der sogenannten DDR-Funktionselite. Neben lebensgeschichtlichen Manuskripten entstehen im Biografien­atelier auch Bildwerke, angewandt für Buch-, Vinyl- und Plakatgestaltungen.

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