Ich gestehe, daß ich mich sehr bestimmt auf diese Reise freue …
     
Heinrich Kaak (Hg.), Stefan Lindemann (Hg.)

Ich gestehe, daß ich mich sehr bestimmt auf diese Reise freue …

Die Englandbriefe des märkischen Ehepaares von Itzenplitz 1792/1793

Studien zur brandenburgischen und vergleichenden Landesgeschichte [25]

560 Seiten, 24 x 30 mm, Festeinband. mit zahlr. Abb., ca. 250 meist farbige Abbildungen
ersch. Oktober 2020
ISBN 978-3-86732-359-8
Preis 60,– €
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Henriette und Peter von Itzenplitz – erstere war die Tochter der vor allem durch Theodor Fontanes »Wanderungen…« bekannt gewordenen Agrarpionierin »Frau von Friedland« auf Kunersdorf im Oderbruch – traten kurz nach ihrer Hochzeit im Herbst 1792 eine landwirtschaftlich-ökonomisch-botanische Bildungsreise nach England an. Sie starteten vom Itzenplitz’schen Familiengut im havelländischen Groß Behnitz aus und sollten über ein Jahr lang unterwegs sein. Erst am letzten Tag des Jahres 1793 kehrte das junge Ehepaar mit ihrem in Kew bei London geborenen Sohn abgekämpft, aber erfüllt heim.

Die von den beiden unterwegs regelmäßig an Henriettes Mutter geschriebenen über siebzig ausführlichen Briefe befinden sich heute im vom Brandenburgischen Landeshauptarchiv verwahrten Herrschaftsarchiv Altfriedland. Sie werden hier erstmals zusammenhängend veröffentlicht, ausführlich kommentiert, durch begleitende Texte ergänzt und anhand zahlreicher farbiger Abbildungen sowie Übersichtskarten anschaulich illustriert.

Obwohl Bildungsreisen nach England und in andere westeuropäische Staaten in adligen Kreisen seinerzeit regelrecht in Mode waren, ragen die Itzenplitz’schen Briefe aufgrund ihrer inhaltlichen Vielseitigkeit sowie wegen des häufigen Auftretens der bedeutendsten englischen Agrarökonomen und Naturwissenschaftler jener Zeit aus vergleichbaren Überlieferungen heraus. Etwa zu Joseph Banks, John Sinclair und James Edward Smith knüpfte das reisende Ehepaar nicht nur pragmatische Kontakte, sondern auch langjährige Freundschaften. Wirklich einzigartig ist die Itzenplitz‘sche Korrespondenz indes durch den insbesondere von Henriette als emanzipierter Hauptschreiberin geprägten präzisen, sachlich-fachlich-wissenschaftlichen Stil fernab jeglicher romantischen Betrachtungsweise sowie durch das in den Briefen stets präsente Faible der jungen, wissbegierigen und standesbewussten Frau für Botanik, Gartenbau und Landschaftsgestaltung.

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