Diversität der Moderne
     
Gabriele Muschter (Hg.), Uwe Warnke (Hg.)

Diversität der Moderne

100 Jahre Groß-Berlin

Ausstellung künstlerischer Fotografie im Haus am Kleistpark
120 Seiten, 220 x 280 mm, durchgängig vierfarbig. Klappenbroschur, Zahlreiche Abbildungen
Oktober 2020
ISBN 978-3-86732-368-0
Preis 20,– €
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Das einhundertjährige Jubiläum von Groß-Berlin bietet den Anlass, anhand von ausgewählten künstlerisch-fotografischen Beispielen auf die Vielschichtigkeit und Komplexität von Prozessen in der Großstadt Berlin hinzuweisen. Fotografinnen und Fotografen werfen subjektive, eigene Blicke auf die Wirklichkeit. Was macht eine Großstadt aus? Wie spiegeln sich die gesellschaftliche Entwicklung und ihre Folgen auf der einen und die technisch/technologisch/künstlerische auf der anderen wider? Mit der Ausstellung »100 Jahre Groß-Berlin« und ihrem Begleitband soll versucht werden, basierend auf einem Avantgardekonzept die Modernität der Stadt und das Nebeneinander von Entwicklung, Stillstand sowie Lebenskonzepten mit herausragenden fotografischen Arbeiten vorzustellen. Auch regt sie an, über Errungenschaften, Defizite und weitere Gestaltung der deutschen Einheit nachzudenken.

Beteiligte Künstler: Stefanie Bürkle, Göran Gnaudschun, Ute Mahler, Florian Merkel, Arwed Messmer, Andreas Mühe, Loredana Nemes, Michael Schmidt, Anne Schön­harting, Michael Wesely, Ulrich Wüst.

Gabriele Muschter

Gabriele Muschter

Gabriele Muschter (geb. 1946 in Oranienbaum) ist eine deutsche Kunstwissenschaftlerin, Publizistin und Kuratorin. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist insbesondere ostdeutsche Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Gabriele Muschter studierte von 1974 bis 1979 Kunstwissenschaft/Ästhetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit früher Jugend beschäftigte sie sich mit bildender Kunst über zugängliche Literatur, Ausstellungen und Kataloge. Nach dem Abitur absolvierte sie ein Volontariat als Kulturredakteurin und gab von 1970 bis 1974 die »Mitteilungen« des Verbandes Bildender Künstler der DDR (eine interne Informationszeitschrift) heraus, die sechsmal pro Jahr erschien.

Nach dem Studium übernahm sie 1979 die Leitung der in den 1980er Jahren bestehenden Galerie Mitte in Dresden. Von 1984 bis 1987 hatte sie eine Aspirantur an der Humboldt-Universität zum Thema Fotografie der 70er/80er Jahre in der DDR. Seit 1987 übt Muschter eine freiberufliche Tätigkeit als Kunsthistorikerin/Kunstvermittlerin aus. Von Mai bis Oktober 1990 war sie Staatssekretärin im Ministerium für Kultur der DDR (erste demokratisch gewählte und zugleich letzte DDR-Regierung). Seit 1990 beschäftigt sie sich mit Kulturberatung für Bundes- und Landesbehörden sowie Unternehmen wie Philip Morris, AEG, Ostdeutscher Sparkassen- und Giroverband, Gaedeke Group, Procter&Gamble.

Muschter war von 1990 bis 2010 Vorstand der Stiftung Neue Kultur und Vorsitzende des Stiftungsrates der Kulturstiftung Haus Europa (KHS), seit 2010 ist sie Vorstand der KHS. Außerdem war sie von 1994 bis 1998 Mitglied der Geschäftsleitung der KulturBrauerei. 2001 beteiligte sie sich an der Gründung der Firma VISTA – Kultur, Beratung, Vermittlung und wirkte von 1998 bis 2002 als Partner für Berlin, Leiterin Bereich Mittel- und Osteuropa. Sie wirkte von 2002 bis 2006 an der Beratung des Koordinators des Regierenden Bürgermeisters für Mittel- und Osteuropa und der Geschäftsführerin des MOE-Clubs. Ab 2006 war sie freiberuflich als Kunstwissenschaftlerin, Kuratorin, Autorin, Redakteurin und Lektorin tätig.

Uwe Warnke

Uwe Warnke

Uwe Warnke, geboren 1956 in Wittenberge (Brandenburg), aufge­wachsen in Schwerin, Studium der Kartografie an der TU Dresden; seit 1982 in Berlin, Gründung und Herausgabe der nicht-offiziellen Künstlerzeitschrift ENTWERTER/ODER (aktuell 100 Ausgaben + 28 Sonderausgaben); 1990 Gründung des Uwe Warnke Verlages – Beschäftigung mit Buchkunst, experimenteller Literatur und aktueller Kunst; 1991 V. O.-Stomps-Preis der Stadt Mainz; 1999 Mitgründer der Buchkünstlergruppe 13 +; 2003–15 textkritische Arbeit im Literatursalon TEXTTOTAL; 2009 Co-Kurator der Ausstellung »Poesie des Untergrunds« (mit Ingeborg Quaas und Thomas Günther); 2012/13 Co-Kurator der Ausstellung »Geschlossene Gesellschaft. Künstlerische Fotografie in der DDR 1949 bis 1989«; 2014 Beginn des Film-Interviewprojektes »In einem anderen Land« (mit Gabriele Muschter) mit Künstlern und Kunstvermittlern; 2018 Co-Kurator der Fotoausstellungen »In einem anderen Land« (mit G. Muschter) und »Ins Offene« (mit G. Muschter und T.O. Immisch). Zahlreiche Veröffentlichungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland; Mitglied im PEN.

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